Zur Zeit konzentriert sich das Familienleben auf das Zuhause. Nicht selten kreisen dann bei den Großen an die Gedanken an vergangene Zeiten. Viele Elternteile erleben zum ersten Mal eine so intensive Zeit mit den Kindern, dass sie in den Alltag eintauchen und die Lieblingscharaktere der eigenen Kinder kennenlernen. Erinnerungen werden wach.
Wer waren die eigenen Helden, der Kindheit?
Vielleicht zeigen sich bei einigen Eltern die knubbeligen Körper der Familie um den rosafarben Barbapapa vor dem inneren Auge. Seit nunmehr fünfzig Jahren bezaubert die Familie mit ihren Geschichten.
Es ist ein friedliches Familienleben, dass die Autoren Anette Tison und Talus Taylor uns in elf Geschichten aufgezeichnet haben. Das Familienmodell mit sieben Kindern war auch in der Geburtsstunde der Barbars im Mai 1970 ungewöhnlich. Die Erfindung der ersten Figur ist so einzigartig wie bezaubernd.
Es war ein sonniger Tag in Paris, als das junge Paar Anette Tison und Talus Taylor durch die Grünanlagen von Paris schlenderten. Es soll der Jardin du Luxembourg gewesen sein, wo Talus Talor auf ein Kind aufmerksam wurde. Zu seiner Verwunderung wünschte sich das Kind etwas das klang wie „baa baa baa“. Anette Tison kannte den Wunsch des Kindes sehr genau. Es wünschte sich „Barbe à Papa“, den Bart des Vaters und das ist im französischen Sprachgebrauch die herrlich klebrige und luftige Zuckerwatte. In einem Restaurant entwickelten die beiden daraus die Figur des Barbapapas. Die knubbelige rosafarbene Figur erinnert tatsächlich an Zuckerwatte und hat vermutlich einen Hauch der Verliebtheit der beiden Autoren abbekommen. Dem Barbapappa folgten weitere Figuren, und bevor Sie lange über die Namen nachdenken:
Barbarick- Zaubertrick
Barbapapa, Barbamama, Barbabella, Barbalala, Barbahelle, Barbazoo, Barbabravo, Barbasophie und Barbaboo
Damit war die Großfamilie geboren. Jede Figur hat eine andere Farbe und jedes Kind hat ein besonderes Talent. Der Umgang untereinander ist voller Respekt und Hilfsbreitschaft. Es ist eine heile Welt in der es keine unlösbaren Probleme gibt.
Vielleicht sind die Barbars eine gute Anregung, wenn in stressigen Zeiten ein Moment der Magie gebraucht wird. Ob als Buch oder als kurze Zeichentrickfolge sind die Barbars ein generationsübergreifender Moment um sich verzaubern zu lassen.