Die schöne Zeit im Frühling und den frühen Sommermonaten nutzen viele Familien, um ein paar freie Tage zu genießen. In der Zeit vor den großen Ferien geht es in den Urlaubsorten noch entspannt zu und in der Urlaubskasse findet sich genug für ein kleines Extra.
Wir haben die Urlaubszeit immer als besonders intensiv empfunden. Die Zeit mit den Kindern war gelassener und entspannter und wir hatten jedes Mal den Eindruck, unsere Töchter haben in den Urlaubswochen große Entwicklungsschritte gemacht.
Der erste Urlaub nicht mehr als Paar, sondern als Familie ist eine große Umstellung. Wurden vorher spontan einige Kleidungsstücke und genügend Bücher in zwei Koffer geworfen, so Bedarf ein Urlaub plötzlich Planung. Natürlich müssen alle Lieblingsdinge des Kindes mit, es soll ja an nichts fehlen. Gibt es Supermärkte vor Ort? Wie viele Windeln müssen ins Gepäck? Reisebett? Ein Urlaub entwickelt sich zu einer logistischen Meisterleistung, die eines Umzugs würdig ist.
Nichteltern finden dieses Gehabe übertrieben und überflüssig und da ja überall ein Körnchen Wahrheit versteckt ist, so trifft das wohl auch zu. Natürlich ist es das Wichtigste, das die Eltern dabei sind. Aber jedes Kind reagiert auf einen Ortswechsel anders und so benötigen einige der Kleinen tatsächlich viel Vertrautes am Urlaubsort.
Schon die Anreise kann für kleine Kinder zu einer scheinbar niemals endenden Fahrt werden und für Eltern zur endlosen Geduldsprobe. Ist eine Urlaubsreise mit dem eigenen Auto geplant, so ereilt den Fahrgast auf der Rückbank schnell die Langeweile und nicht jeder leidet dann still vor sich hin. Geschickte Planer starten mit der Fahrt, wenn die Schlafenszeit des kleinsten Reisenden ansteht – alle anderen haben bestimmt gute Ideen zur Beschäftigung im Gepäck. Zum einen können Sie über Stunden lautstark singen. Bücher sind ebenfalls eine gute Idee.
Eine gute Einstimmung auf die Ferienzeit ist das Buch
Bertie Bär packt seinen Koffer
von Cally Stronk

Bertie Bär möchte in den Sommerurlaub fahren und hat schon seinen grooooßen Koffer hervorgeholt. Er überlegt, was wohl mit muss und schaut sich in seiner Wohnung um. Als Erstes packt Bertie seine Zahnbürste ein, Zähne putzen ist wichtig. Er überlegt weiter und packt ein Telefon ein um seine Mutter anzurufen, seine Gießkanne um auch im Urlaub Blumen gießen zu können, einen Bratpfanne für Pfannkuchen und ganz wichtig seinen Reisepass. Zum Schluss packt Bertie Bär ein Geschenk ein. Was mag da wohl drin sein? Der Koffer wird geschlossen und zusammen mit Katze und Eichhörnchen geht es auf die Reise. Sie besuchen das Krokodil, es bekommt das Geschenk, deren Inhalt auf der letzten Seite zu entdecken ist.
Das Buch hat ein kindgerechtes Format und stabile Pappseiten. Die Illustrationen sind richtig schön farbenfroh, grafisch ansprechend und die Alltagsgegenstände im Koffer sind schon für Kinder ab einem Jahr gut zu entdecken. Größere Kinder können bestimmt aufzählen, welche Gegenstände Bertie eingepackt hat. Das Buch kann immer wieder angeschaut werden, und daher finde ich es auch für eine längere Fahrt und den Urlaub gut geeignet.
Das Buch Bertie Bär packt seinen Koffer gibt es bei Amazon
Natürlich ist es ein besonderer Spaß „Ich packe meinen Koffer“ zu spielen. Ein Teilnehmer beginnt und sagt: „Ich packe meinen Koffer. Hinein packe ich z. B. ein Badetuch“. Der nächste Spieler sagt:“ Ich packe meinen Koffer. Hinein packe ich ein Badetuch und einen Kamm.“ Das Spiel wird fortgesetzt und es müssen immer alle Gegenstände aufgezählt werden, die schon im Koffer sind und durch einen zusätzlichen ergänzt werden. Kinder packen gern auf mal einen Elefanten oder den Traum von letzter Nacht ein. Es macht sehr viel Spaß. Ähnlich wie beim Memory haben die Kinder hier das bessere Gedächtnis.
Viel Spaß machen auch Spiele wie Ich sehe was, was du nicht siehst.
Ich sehe was, was du nicht siehst ist auch der Titel von tollen Wimmelbüchern. Besonders schön finde ich das Buch zum Thema „Fahrzeuge“

Was auf den ersten Eindruck, wie eine Zeichnung wirkt sind Fotos. Die Reifen auf dem Titelbild sind aus schwarzen Spielsachen zusammengelegt. Kleine Dinge, Figuren, Autos… eben alles, was in Spielzeugkisten schlummert wurde zum Auto, Motorrad, zur Kutsche oder zum Heißluftballon arrangiert. Auf jeder Seite soll etwas gefunden werden und das ist gar nicht so einfach. Ein toller Spaß. Von mir Daumen hoch für diese Reihe. Erhältlich sind die Bücher bei Amazon.
Und wenn Finger auf Reisen gehen, kann das so klingen:
Alle Finger meiner Hand gehen auf die Reise.
Hand öffnen und fünf Finger zeigen
Der Daumen fährt nach Australien,
den Daumen berühren
der Zeigefinger nach Italien.
den Zeigefinger berühren
Der Mittelfinger fährt nach Afrika,
Mittelfinger berühren
Ringfinger fährt nach Panama.
Ringfinger berühren
Der kleine Finger fährt zum Nil,
den kleinen Finger antippen
dort triftt er auf ein Krokodil
mit beiden Händen ein Maul formen und auf und zu klappen
davon bekommt er einen Schreck
Erschrecktes Gesicht machen, gern Hand vor dem Mund
und sucht sich ganz schnell ein Versteck.
Hand verstecken, hinter dem Rücken oder in der anderen Hand.

Egal wie Sie Ihre freien Tage verbringen, ob am Strand, in den Bergen oder Wiese im Park genießen Sie ihre gemeinsame Zeit zusammen.