Babys sind in Bibliotheken gern gesehene Gäste. Vorbei sind zum Glück die Zeiten, in denen Bibliotheken stillschweigende Orte waren. Kinder und Babys sind nicht mehr nur Begleitpersonen, sondern zur Zielgruppe avanciert. Viele Städte bieten für Kinder ab Geburt eine kostenfreie Lesekarte an. Veranstaltungen, wie spezielle Lesestunden für Babys, Kamishibaivorführungen und Bilderbuchkinos richten sich an Kinder, die selber noch nicht lesen können.
Doch ist das sinnvoll?
Jaaaaaa, es ist sinnvoll und wichtig.
Frühes Vorlesen und Erzählen ist das Fundament zum sprechen lernen. Bücher mit großen und einfachen Motiven regen die Sinne an, und das schon ab Geburt. Kinder, die schon ganz früh den Umgang mit Büchern als selbstverständlich kennengelernt haben, greifen auch später gern zum Buch. Kinder denen vorgelesen wird, fällt es häufig leichter, selber lesen zu lernen. Wer gern liest, dem fällt es nicht schwer schreiben zu lernen. Eine kurze Gute-Nacht-Geschichte kann zum Einschlafritual werden, es ist ein Moment in dem nur das Kind wichtig ist. Vorlesen schafft Nähe und stärkt die Beziehung zwischen Eltern und Kind.
Viele Bibliotheken haben Krabbelecken oder liebevoll gestaltete Kinderbereiche und öffnen ihre Türen für Veranstaltungen außerhalb der Öffnungszeiten.
Das Programm Lesestart ist ein umfassendes Programm zur Leseförderung. Hier finden Eltern viele Tipps zum Vorlesen und auch Bibliotheken, die am Programm teilnehmen.